Die Beschäftigung von Innovationsassistenten im Rahmen eines betrieblichen Innovationsprojektes wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert.

Für verschiedenste Energieversorger, im speziellen in der Region Brandenburg, bieten wir Netzvermessungsleistungen und zugehörige Netzdokumentationsleistungen an. Unsere Leistungen sind elementar für die Netzplanung und Netzauskunft.

Bisherige Methode:

Der Prozess der vermessungstechnischen Erfassung hat sich seit Jahren nicht verändert.
Nach der Information von der Baufirma, dass ein Leitungsabschnitt verlegt wurde, fährt ein Vermessungstrupp zu der Baustelle und misst mit einem Tachymeter oder einem GPS-System die einzelnen Medien, z. B. Strom-, Gas- und Wasserleitungen, in Lage und Höhe ein, inklusive aller Bauteile.

Nach Abschluss der Aufnahmen vor Ort erfolgt im Büro die Aufbereitung der gewonnenen Daten zu einem digitalen Feldbuch. Dieses ist Grundlage für die Übernahme in ein Netzinformationssystem.

Neues Vorgehen:

Der Prozess ist sehr aufwändig und in Teilen fehleranfällig.
Mit der Einführung einer neuen Smartphone-Technologie wollen wir die bestehenden Arbeitsabläufe der Erfassung und Generierung des digitalen Feldbuchs wesentlich verbessern und verkürzen. Darüber hinaus soll der Gesamtprozess mithilfe von KI-Methoden, Medien- und Bauteilerkennung automatisiert und dadurch optimiert werden. Wir sehen eine zeitliches und finanzielles Einsparpotential in den Prozessen von 30% – 40% sowie eine Verbesserung in der Qualität.

Die Erfassung aller Medien soll zukünftig durch den Einsatz von Technologien wie Smartphones erfolgen. Es gibt auf dem Markt bereits  vielversprechende Möglichkeiten inklusive Applikationen. Erste Tests haben ergeben, dass die Qualität für die Netzvermessung ausreichend ist.
Der zukünftig Erfassungsablauf wird dann mit dem Smartphone in Kombination von einem GPS-System komplett digital erfolgen. Neben der reinen Einzelpunkterfassung der Medien und Bauteile können wir zukünftig mit dem integrierten Lidar-Sensor in dem Smartphone die gesamte Mediensituation inklusive des Baugrabens auf der Baustelle 3-dimensional in Form einer 3D-Punktwolke inklusive Bilder dokumentieren. Attribute werden in einer speziellen Applikation direkt auf dem Smartphone zusätzlich gespeichert.
In einem nachgelagerten automatischen Prozess erfolgt die Aufbereitung der erfassten Daten zu einem digitalen Feldbuch. Alle relevanten und notwendigen Informationen für den Energieversorger und der Netzdokumentation werden dargestellt.
Auf Basis der 3D-Punktwolken soll nun in einem weiteren Schritt eine KI, wie zum Beispiel Yolo, trainiert werden, damit Medien und Bauteile automatisch erkannt und als CAD-Objekte gespeichert werden. Dieser Schritt würde uns den Übergang von der Aufnahme zur Dokumentation wesentlich beschleunigen. Die generierten Objekte könnten dann direkt in das Netzinformationssystem mit allen Attributen eingespielt werden.

Unser Plan ist, das neue Vorgehen in vier Phasen zu entwickeln. In Phase 1 analysieren wir den Markt für die Datenerfassung mit innovativer Smartphone-Technologie. In Phase 2, der sogenannten Testphase, führen wir Testläufe auf verschiedensten Baustellen mit der für
Hemminger am geeignetsten und innovativsten Technologie durch. Phase 3 ist als Einführungsphase mit ca. 2 Monaten Dauer geplant. Wir passen Prozesse an und schulen entsprechende Kolleg/innen. Das Training der KI Und Objektgenerierung erfolgt in der letzten Phase mit einem Zeitraum von ca. fünf Monaten.